Du bist eine Frau, das gehört sich nicht

„Wie kannst du das als Frau nur machen. Sowas machen doch nur ungezogene Jungs!“ Hast du sowas Ähnliches schon einmal gehört? Wurde dir schon mal vorgeworfen, keine richtige Frau zu sein, weil du Dinge tust, die die Gesellschaft nicht für Frauen vorsieht? Warum es absoluter Schwachsinn ist, immer das zu tun, was die Gesellschaft für typisch Frau hält & meine Erfahrungen damit erfährst du in diesem Artikel.

Meine Geschichte mit der Frauenrolle

Schon früh wurde mir immer wieder gesagt, ich sei kein richtiges Mädchen.

Denn ich hab schon früh damit angefangen, Deutschrap zu hören. Da wurde mir immer von außen suggeriert, ich sei falsch, denn welches Mädchen hört schon die frauenverachtenden Tracks der Rapper?

Oder als ich mit dem Rauchen anfing: „Das ist doch ein Jungsding. Wieso machst du das, du bist doch ein Mädchen?“

Oder als ich anfing nur Nikes zu tragen: „Du bist doch eine Frau, du musst schicke Schuhe mit Absatz tragen.“

„Wieso ziehst du eigentlich nie Röcke oder Kleider an? Dich sieht man nur mit Jeans und Schlabbershirt. Zieh dich doch mal femininer an.“

Auch kann ich fluchen wie ein Weltmeister. Oh Schande über mich, das machen Frauen doch gar nicht. *Ironieende*

Das alles und noch einige Dinge mehr, prägten meine Kindheit.

Das suggerierte mir immer, dass ich nicht dazugehörte & dass ich falsch bin, so wie ich bin. Ich konnte mich beim besten Willen eben nicht mir diesen typischen Mädchensachen anfreunden.

Ich habs echt versucht, doch ich fühlte mich so was von unwohl mit anderen Schuhen außer Nikes. Ich mochte keine andere Musik als Rap, und ja mit dem Rauchen wollte ich damals auch nicht aufhören, nur damit andere sagen können, dass ich jetzt eine Frau bin.

Was ich dadurch gelernt habe

Dadurch dass ich früher nie in eine Schublade der Gesellschaft gepasst habe, habe ich gelernt, dass ich das machen darf, was ich machen will.

Du kannst es ihnen sowieso nicht recht machen, also versuch es erst gar nicht. Klar hab ich mich damit immer sehr ins Abseits katapultiert. Aber so hab ich wenigstens die Leute angezogen, die ähnlich waren wie ich.

Wenn ich mich verstellt hätte, hätte ich Freunde angezogen die so waren, wie ich gespielt hätte.

Das hätte mich noch unglücklicher gemacht.

Wer sagt denn auch überhaupt dass Frauen x machen müssen und Männer y?

Wer legt das fest?

Und ist das wirklich festgelegt oder nur eine Methode damit niemand aus der Rolle fällt und sich für was Besonderes hält?

Das Gefährliche an typischen Geschlechterrollen

Ich finde es eh sehr gefährlich, zu sagen, Frauen müssen so sein & dürfen dies & das nicht machen, weil das den Männern vorbehalten ist.

Wenn ich als Frau Lust drauf habe in Baggys rumzulaufen, dann mach ich das, genauso als wenn ich Lust habe im verspielten Rüschenkleid über eine Blumenwiese zu laufen.

Was eher unwahrscheinlich ist, denn diese brave Mädchenrolle ist einfach nichts für mich.

Ich will nicht als das naive Mädchen, das die Realität nicht wahrnimmt & mir der man alles machen kann sein.

Ich bin eine starke Frau, die weiß was sie will & vor allem was sie nicht will. Das passt für viele sowieso nicht in ihr Frauenbild, also versuche ich erst gar nicht da reinzupassen.

Klar gibt es dann auch Stimmen von Leuten, die eben nur schwache Mädchen sehen wollen. „Mannsweib“ ist da wohl noch der netteste Ausdruck.

Doch hei, was interessiert mich das? Ich lass mir doch nicht vorschreiben, was ich zu tun oder zu lassen habe. Nur weil es manchen Männern nicht passt, dass ich mehr Eier als sie in der Hose habe.

Ich bin so wie ich bin, bzw. sein will. Und genau diese Einstellung solltest du dir auch sehr schnell antrainieren.

Das wirklich gefährliche an diesen Klischees ist: Wenn du da nicht reinpasst, wird dir immer eingeredet du seist falsch & mit dir stimmt was nicht.

Wenn du das zu oft hörst, dann glaubst du selbst irgendwann, dass du komisch bist, dass du falsch bist & nicht in die Gesellschaft passt.

Aus dem Grund sind schon viele Depressionen entstanden. Denn wir Menschen wollen alle richtig sein, wir wollen Anerkennung & Bestätigung. Aber wir wollen auch das machen, was uns glücklich macht. Wir wollen uns nicht verstellen.

Das entwickelt sich immer mehr zu einem großen inneren Konflikt zwischen so sein wie man ist & verspottet werden oder zu verstellen, das Gegenteil von dem zu machen was man wirklich will & dafür anerkannt werden.

Wenn da nicht zufällig Leute auftauchen, die so sind wie du oder dich nicht verbiegen wollen, geht das oft echt schief aus.

Was ich dir mitgeben möchte

Egal ob du jetzt eine Frau oder ein Mann bist & von der Gesellschaft in eine dieser Schubladen gepresst wirst, in die du gar nicht passen willst:

Verbieg dich nicht. Sei so, wie du sein willst. Mach das, was du machen willst. Lass dir von niemanden vorschreiben, was du zu mögen oder zu hassen hast. Lass dir von niemanden sagen du seist schlecht, nur weil du xy nicht machst, obwohl es das Klischee erwartet.

Wie sieht es bei dir aus. Bist du in einer typischen Rolle? Wenn ja, willst du das oder lässt du dich von Menschen da reindrücken?

Wenn es dir schwerfällt zu dir zu stehen, deine Meinung zu sagen oder das zu machen, was du wirklich willst, helfe ich dir gerne dabei. Schreib mir hierzu eine Mail & zwar hier

 

Deine Natalie

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