Ja, du kannst ihn wirklich gewinnen

Keine Zeit den Artikel zu lesen? Hör ihn dir hier an: https://nataliemueller.net/nm-007-gewinn-den-krieg-gegen-dich-selbst/

Wenn du anfängst dich persönlich weiterzuentwickeln, stolperst du auch irgendwann über den inneren Krieg. Das Alte-Ich und das Neue-Ich kämpfen über die Macht über dich. Mittendrin weißt du gar nicht mehr so recht wer und wie du eigentlich bist. Du bist schlecht gelaunt. Nichts gelingt, weil der Krieg so viel Energie abverlangt. Mit meinen Strategien in diesem Artikel lernst du mithilfe deiner Gedanken & Listen besser mit ihm umzugehen. Damit du schnell wieder in deine Kraft kommst & vor allem das Alte-Ich ein Stück weiter loslassen kannst. Gewinn den Krieg gegen dich selbst!

Meine Geschichte dazu

Damit du dir mehr unter dem Begriff innerer Krieg vorstellen kannst, falls du ihn noch nicht kennst, beschreibe ich kurz, wie er sich bei mir äußert.

Letzte Woche wurde ich in eine Situation geworfen, die genauso vor 3 Monaten schon mal abgelaufen ist. Damals schwor ich mir das nächste Mal besser darauf zu reagieren. Ich arbeitete viel daran, dieses Versprechen an mich selbst halten.

Letzte Woche dann also der Test.

Ich wollte so sehr besser handeln als damals.

Doch ich konnte nicht.

Genau wie Monate davor war ich in der Situation & war wie gelähmt. Ich konnte nichts machen.

Zugleich schalteten sich meine zerstörerischen Gedanken von meinem Alten-Ich ein. „Siehst du, egal wie sehr du an dir arbeitest du kannst es einfach nicht. Sieh es ein, du wirst es niemals können. Was erhoffst du dir nur? Merkst du nicht langsam auch, dass das alles null Sinn macht?

Und das waren noch die harmlosen Gedanken.

Doch nicht nur die alten Gedanken meldeten sich zu Wort, auch die vom Neuen-Ich. Sie sagten „Komm, nimm´s nichts so schwer. Schau mal du hast das 24 Jahre lang nicht gemacht. Warum sollte es beim zweiten Anlauf schon funktionieren? Das braucht eben Zeit. Üb‘ einfach weiter. Arbeite weiter an dir & du wirst es in ein paar Monaten können & über die Situation jetzt lachen.

Das ganze Spiel von Altem-Ich – Neuen-Ich ging noch 24 Stunden weiter, bis ich es endlich geschafft habe den Krieg zu beenden.

Was ist der Krieg gegen dich selbst?

In uns allen stecken zwei Ich-Formen, sobald wir mit der Entwicklung anfangen.

Das Alte-ich, das so denkt wie vorher. Statisch. Negativ. Ängstlich.

Das Neue-Ich ist voller Zuversicht. Positiv. Dynamisch.

In manchen Situationen schaltet sich das negative, statische Denken wieder ein. Das Neue-Ich-Denken versucht dem entgegenzuwirken, indem es Gegenargumente bringt. Ein Hin & Her zwischen dem wie wir früher gedacht haben und in uns gefestigt ist und dem neuen, frischen Denken.

Beide Seiten haben logische Argumente. Da kann es schnell passieren, dass du die Orientierung für dich selbst verlierst. Gar nicht mehr weißt, ob du dem Alten-Ich vertrauen sollst, oder dem Neuen-Ich. Was denn nun Realität ist. Ist es jetzt so, wie es immer gewesen ist? Oder kann wirklich alles anders & besser werden?

Wichtig dabei ist nicht den Kopf zu verlieren. Es ist völlig normal, diese Kriege zu haben. Es ist ein Kraftakt das durchzustehen. Danach wirst du aber stärker sein & dein Altes-Ich schwächen. Lass dich durch meine Strategien ermutigen deine eigene Art & Weise zu finden damit umzugehen. Du kannst gegen dich gewinnen. Daran glaube ich fest!

1. Akzeptanz

Eine der größten Erkenntnisse, die ich sammeln durfte, ist dass erst mit der Akzeptanz die Arbeit daran wirklich erst beginnen kann. Bevor du etwas akzeptierst, leugnest du es. Du schaust weg. Eine Strategie dagegen findest du so auf jeden Fall nicht. Oder auch wenn du zu viel Gram dagegen hast.

Da blockieren deine Gedanken & drehen sich nur um das Problem. Lösungen finden fast unmöglich.

Deswegen ist der erste Schritt immer akzeptieren. Und nein, akzeptieren heißt auf keinen Fall „gut finden“. Du nimmst es an, dass du gerade einen inneren Krieg führst. Du nimmst es hin, dass gerade dafür viel Energie drauf geht. Das ist nicht toll, doch es ist eben jetzt so.

Es wird nicht so bleiben. Sag dir das sooft, bis du eine Erleichterung spürst. Bis du merkst, du kannst frei über eine Lösung dafür nachdenken.

2. Mit sich selbst klären

So wichtig wie Hilfe von außen oft ist: Manche Dinge musst du erst mit dir selbst ausmachen, bevor du Hilfe von anderen annehmen kannst. Warum es beim inneren Krieg so wichtig ist, dass du erstmal bei dir bleibst, ist dass dein Umfeld den Sieger von diesem Krieg beeinflussen kann. Wenn du ein negatives Umfeld hast, werden sie dir sagen, dass du diese Sache nie hinbekommen wirst. Nie erfolgreich werden wirst. Und alles sowieso nur Hirngespinste sind. Bei einem positiven Umfeld gewinnt mit Sicherheit dien neues ich, weil sie dir Mut zusprechen & den Glauben an dich selbst wieder entfachen. Allerdings machst du dich so abhängig von ihnen, weil du nicht lernst den Krieg alleine mit dir auszutragen. Stell dir vor du bist in so einer Situation & keiner von deinem positiven Umfeld hat Zeit. In der Situation willst du sicher nicht dein Altes-Ich gewinnen lassen. Klär den Krieg deswegen mit dir alleine. Du wirst dadurch sehr viel stärker werden.

3. Negative Gedanken stoppen

Nachdem du die Situation akzeptiert hast & die Entscheidung getroffen hast kann es endlich mit der Kriegsbewältigung losgehen. Der Energiefresser beim inneren Krieg ist dieses Gedankenkarussel.

Altes-Ich – Neues-Ich – Altes-ich – Neues-Ich – Altes-Ich – Neues-Ich.

Das Übel liegt im Alten-Ich. Den negativen Gedanken. Die lassen dich schlecht, minderwertig & demotiviert fühlen. Diese Gefühle bringen nicht weiter. Deswegen musst du sie stoppen.

Aktiv stoppen.

Von alleine gehts leider nicht. Mir hilft es wenn ich gedanklich „STOP“ rufe.

Dabei konzentriere ich mich zusätzlich auf meinem Atem. Das funktioniert nicht beim ersten Mal. Bei mir hat das lange gedauert, bis es ansatzweise geklappt hat.

Es lohnt sich zu üben, denn erst wenn die negativen Gedanken gestoppt werden, kannst du dich auf den 4. Punkt konzentrieren. Bleib dabei es zu üben. Diese Strategie hilft nicht nur beim inneren Krieg, sondern auch bei anderen negativen Gedanken.

4. Auf das Positive konzentrieren

Lange an nichts denken, wenn die negativen Gedanken gestoppt sind, geht nicht lange gut. Deswegen muss schnelle Ablenkung her. Das ist in diesem Fall die Konzentration auf das Positive.

Also auf das neue Ich.

Du fokussierst dich darauf, das Neue-Ich zu stärken, ihr bessere Waffen und Munition zu geben, damit das Alte-Ich den Krieg verliert. Dazu nutze ich gerne Tools wie meine Erfolgsliste oder meine Stärkenliste.

Die Erfolgsliste habe ich auf einer Googledocs Datei. So habe ich sie immer und überall dabei. Dort stehen die Erfolge drauf, auf die ich am stolzesten bin.

Zum Beispiel mein 1,1 Quali, meine fast glatte 1 in der Mittlere-Reife-Mathe-Abschlussprüfung, mein Umzug nach Berlin.

Für die Stärken habe ich von meinem Mentor eine gute Strategie bekommen, die ich dir hier auch verrate:

Schreib deinen Namen auf ein Blatt Papier. Aber nicht von links nach rechts wie normal, sondern schreib die Buchstaben untereinander. Dann finde zu jedem Buchstaben eine Charaktereigenschaft, die mit dem jeweiligen Buchstaben anfängt & die du gut an dir findest.

Das ist sehr herausfordernd. Doch du wirst das schaffen! Diese Liste hängt bei mir vor dem Schreibtisch, damit ich sie immer im Blickwinkel habe, wenn ich arbeite.

Schnapp dir am besten in einer Phase, in der du keinen Krieg gegen dich selbst führst Stift, Papier & dein Handy. Erstell diese Listen.

Das braucht etwas Zeit, doch das wird dir in der nächsten schwierigen Situation viel weiterhelfen, wenn du schwarz auf weiß siehst, was du schon erreicht hast, wozu du im Stande bist & welche Stärken du hast.

5. Gönn dir viel Ruhe

Der Krieg frisst viel Energie. Die ganze Denkerei, das Gedankenstoppen & umlenken ist anstrengend. Deshalb ist es sinnvoll, dass du in der Phase Ruhe hast.

Am besten 1 bis 3 Tage nur für dich mit viel Schlaf, Entspannung & allem was dir guttut.

Manchen tut es gut in der Phase Sport zu machen. Ich mache in der Kriegszeit ein wenig Yoga & sonst nichts. Ich will die Energie, die ich habe dafür verwenden, den inneren Krieg schnellstmöglich zu beenden.

Deswegen spare ich sie an allen Ecken. Ich arbeite in der Zeit auch nicht. Es würde eh nichts bringen, da die Gedanken viel zu sehr beschäftigt sind.

Es mag so aussehen, als wäre das die reinste Zeitverschwendung sich so viel Ruhe zu gönnen. Doch wenn du das nicht machst, dauert der Krieg viel länger & die Qualität deiner Arbeit ist auch nicht so wie sonst.

Die Zeit, die du darin investierst, lohnt sich auf längere Zeit gesehen.

Gönn dir die Ruhe.

Mach ‚ne Pause.

Konzentriere dich voll & ganz darauf, den Krieg schnell zu schlichten.

Schritt für Schritt zum Ende des Kriegs

Ein innerer Krieg ist ganz normal, wenn dein Neues-Ich noch nicht so alt ist, wie dein Altes-Ich.

Dein Altes-Ich versucht hie und da mal wieder die Führung zu übernehmen.

Damit du aus diesem Gedankenkarusell schnellstmöglich wieder raus in deine gewohnte Kraft kommst, solltest du erstmal die Situation des Krieges akzeptieren. Denn nur so schaffst du die Gedankenfreiheit nach Lösungen dafür zu suchen. Danach triffst du die Entscheidung, es mit dir selbst zu klären. Damit dein negatives Umfeld nicht das Alte-Ich anfeuert, du dich aber auch nicht von den Zusprüchen deines positiven Umfelds abhängig machst.

Stoppe deine negativen Gedanken, indem du dich auf deine Atmung konzentrierst & gedanklich „STOP“ rufst.

Lenke dann die Gedanken zum Positiven. Zu deiner Erfolgsliste & deiner Stärkenliste.

Gönn dir bei diesem Prozess die Ruhe, die du brauchst, denn der frisst viel Energie. Sorge dafür, dass die Energie, die du hast, in die Kriegsschlichtung geht.

Nach diesem Krieg hast du dein Altes-Ich ein wenig mehr losgelassen & das Neue-Ich gestärkt. Bis das Alte-Ich ganz weg ist müssen viele Kriege ausgeführt werden. Wenn die Strategie beim ersten Mal nicht klappt, probier‘ es beim zweiten Mal nochmal. Du wirst sehen, dass es von mal zu mal einfacher wird.

 

Kennst du diese inneren Kriege? Wie gehst du mit ihnen um?

 

Damit du bei negativen Situationen nicht mehr so leicht in den Kriegszustand kommst, zeige ich dir in einem Training eine Strategie, wie du von vornherein das negative Positiv siehst.

 

Ich will diesen Kriegszustand nicht erleben.
Lass uns über was anderes reden.

Du bist wundervoll

Deine Natalie

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