Wenn es schnell viel zu viel wird.

Keine Zeit zu lesen? Hör dir die Podcastfolge zu diesem Artikel an: NM – 10 – Persönlichkeitsentwicklungsburnout

Kennst du dieses Gefühl der Überforderung in der Persönlichkeitsentwicklung? Viele predigen in der Persönlichkeitsentwicklungsszene, dass du 1000 Dinge am Tag machen sollst, sonst kannst du dich nicht entwickeln.

Du versuchst, alles umzusetzen. Es klappt anfangs gut, doch nach 1 oder 2 Wochen macht sich die Erschöpfung breit.

Du versuchst sie zu ignorieren, weil du denkst, du müsstest dich nur dran gewöhnen viel zu machen. Weitere 2 Wochen später hörst du mit allem auf, weil du einfach nicht mehr kannst. Du denkst, du seiest ein Versager, weil du das alles nicht so unter den Hut kriegst wie vermeidlich alle anderen. Du machst dir Vorwürfe, bist enttäuscht von dir selbst. Dein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein geht den Bach runter.

Hallo negative Gedankenspirale.

  1. Was ist der Persönlichkeitsentwicklungsburnout?
  2. Übersicht was wir alle täglich machen sollten 
  3. Was tun, um nicht im Persönlichkeitsentwicklungsburnout zu landen?
  4. Was ich dir mitgeben kann

Was ist der Persönlichkeitsentwicklungsburnout?

Doch das muss doch echt nicht sein. Die persönliche Entwicklung, also die Arbeit an dir, ist doch schon eine Herausforderung an sich. Da müssen wir uns doch nicht noch zusätzlichen künstlichen Druck erzeugen, indem wir an einem Tag so viel reinquetschen wie für 3 Tage reicht. Da geht der Spaß verloren. Die Leichtigkeit. Und so auch irgendwann die Freude und die Motivation. Das ganze kann sogar so weit führen, dass man wirklich wie im Job auch in einen Burnout oder eine Depression rutscht. Was ich irgendwie komisch finde, weil Persönlichkeitsentwicklung ja eigentlich da raus helfen sollte, weil man mental stärker wird.
Hier mal eine Auflistung, die ich gemacht habe, was uns gesagt wir an einem Tag machen zu müssen, weil wir sonst nicht wirklich an unserer Persönlichkeit arbeiten:

  • 1 – 2 Stunde Morgenroutine mit Meditation
  • 8 – 10 Stunden Schlaf
  • 1 Sport und Dehnen
  • Gesunde Ernährung + immer frisch kochen
  • Mindestens 1 Stunde Weiterbildung (Podcast/Onlinekurse/Webinare)
  • Visualisierung
  • Planung und Organisation des Tages, der Woche, Monat, Jahresziele
  • 1 Stunde komplette Ruhe ohne Ablenkung durch Handy, PC, Musik etc
  • Tagesreflexion mit Erfolgstagebuch, Dankbarkeitstagebuch, allgemeinen Tagebuch
  • Freundschaften pflegen und aufbauen
  • Netzwerk aufbauen
  • Business aufbauen mit Contenterstellung, -planung, Umsetzen, Communitybetreuung
  • Zeit für sich selbst und sich was gönnen
  • 1 – 2 Stunden Abendroutine mit Meditation
  • 1 Stunde lesen

*Ich gebe kein Gewähr auf Vollständigkeit!

Nicht mit einbegriffen dabei sind die alltäglichen Dinge wie Hausarbeit, Körperpflege, Einkauf oder auch die Arbeit in die man noch geht. Wenn man nur wenig Zeit an seinem Business und an den Kontakten arbeitet, dann kann das (ohne festen Job) gerade noch so funktionieren. Doch mal ehrlich: Wenn wir was mit Freunden machen, dann doch länger als 30 Minuten. Oder wenn wir uns was gönnen, dann auch länger als ne halbe Stunde. So ein Blogartikel dauert auch seine Zeit, genauso wie Social Media Postings, Planung generell. 24 Stunden reichen zu dem allem einfach nicht aus. Es sei denn man hetzt den ganzen Tag rum und taucht nirgends wirklich tief ein, was sich dann an mangelnden Ergebnissen widerspiegelt.

Was also dagegen tun?

Ich hab für mich entschieden, dass ich mir das rauspicke, was zu mir passt beziehungsweise was mir weiterhilft. Ich hab die Schritte wie Reflexion, verschiedene Tagebücher, Visualisierung, Meditation und alles andere getestet. Was mir gefiel, habe ich beibehalten. Außerdem bleibe ich flexibel. Wenn ich merke, dass mir eine Sache gerade im Moment nicht guttut, dann streiche ich sie aus dem Tagesplan.

Wenn ich feststelle, dass mir irgendwas fehlt, füge ich es hinzu. Ich bin auch kein Typ Mensch, der alles jeden Tag macht. Für Planung und Organisation nehme ich mir einen Tag in der Woche. Beim Kochen versuche ich größere Portionen zu kochen, damit ich am nächsten Tag das Essen nur noch kurz aufwärmen muss.

Trotz all dieser Tricks und Kniffe gibt es dennoch Tage, an denen ich nicht alles schaffe, was ich eigentlich jeden Tag machen will. Und das ist okay. Ich habe gelernt, dass ein Tag dann gut ist, wenn ich zufrieden bin mit ihm. Und nicht nur dann, wenn ich meine To-do-Liste gesprengt hab und total k.o. ins Bett falle.

Was wiederum nicht heißt, dass ich nicht auch manchmal diese Gedanken habe, dass andere doch so viel schaffen und ich nur so wenig. Manchmal mache ich mir auch viel Stress deswegen. Doch es fällt mir immer leichter, es zu akzeptieren, dass es bei mir zwar nur mit 10km/h voranngeht. Dafür aber wirklich. Das ist mir lieber als nur so zu tun als würde es mit 100 km/h vorangehen, wie viele andere das machen.

Folgende Punkte kann ich dir aus meiner Erfahrung mitgeben

  • Teste dich durch, welche Tools/Strategien/Handlungen zu dir passen, dir Spaß machen und dich weiterbringen.
  • Löse dich von dem Gedanken, dass du jeden Tag alles machen musst. Halte dir dafür immer wieder vor Augen, dass der Tag nur 24 Stunden hat und in diesen Rahmen nicht alles reinpasst.
  • Fasse bestimmte Schritte zusammen und mach sie „nur“ einmal in der Woche. Statt jeden Tag zum Beispiel zu planen, kannst du den Plan auch einmal in der Woche machen und nur noch die Feinheiten am Tag selbst planen.
  • Verzweifle nicht, wenn du an einem Tag nicht alles schaffst, was du dir täglich vorgenommen hast. Unvorhergesehenes können wir nicht planen. Morgen klappts bestimmt schon besser. Und wenn nicht, gib dein bestes es zu versuchen.
  • Das wichtigste: Glaub nicht alles was andere erzählen, was sie an einem Tag alles machen. Viele stellen sich gerade im Internet als besser, effektiver, erfolgreicher da, als sie tatsächlich sind. Versuche hinter die Kulissen zu schauen und zu hinterfragen.

Es ist nicht leicht, zu verstehen, dass wir an einem Tag nicht so viel machen können wie wir gerne wollen würden. Mich beruhigt der Gedanke, dass ich lieber weniger mache, dafür aber intensiver. Vielleicht beruhigt er dich ja auch.

Du möchtest jeden Tag die wichtigsten Prioritäten machen? Allerdings fällt es dir schwer herauszufiltern, was das wichtigste gerade ist? Ich unterstütze dich auf deinem Weg, deine Prioritäten leicht festzulegen.

Ja ich will Prioritäten leicht festlegen können
Lass uns über was anderes reden

Du bist wundervoll

 

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