Unabhängigkeit erreichen kann jeder. Du auch!

Keine Zeit zu lesen? Hör dir den Artikel hier an: https://nataliemueller.net/folge-00-die-einfuehrung-in-dein-unabhaengiges-ich/

Heute mal ein Artikel der ein wenig persönlicher ist. Ich habe nämlich endlich meinen Namen gefunden. Also nicht meinen wirklichen Namen, den kenn ich ja schon immer. Nein, der Name der das, was ich tue, beschreibt. Der das, was ich der Welt zeigen will, in wenigen Wörtern auf den Punkt bringt. Der wörtliche Mittelpunkt meiner Arbeit.

Ich habe sooo lange danach gesucht. Aber mir ist einfach nichts eingefallen. Entweder klang es mir zu abgedroschen, hat nicht zu mir gepasst oder hatte nichts mit dem zu tun, was ich aussagen möchte. Aber das gehört jetzt der Vergangenheit an.

Dein unabhängiges Ich

Awwwww. Je mehr ich in sage, je öfter ich in schreibe desto passender wird er einfach. Desto mehr weiß ich, dass es DER Slogan für mich ist. Laufend fallen mir Dinge, Beispiele, Situationen ein, wo Unabhängigkeit für mich eine zentrale Rolle spielte. Damit du auch weißt, warum Unabhängigkeit mich mehr triggert und mehr zu mir passt als Freiheit, erkläre ich dir alles, was ich dazu verbinde in diesem Artikel.

Was bedeutet Unabhängigkeit für mich?

Ja, ich habe mich auch lange gefragt, warum Unabhängigkeit mich mehr anzieht als das Wort Freiheit. Schon als ich mir vor Jahren ein Tattoo stechen lassen wollte, das aussagt dass ich frei bin, stand ich vor der Wahl:

Liberty oder Freedom?

Auch da schon entschied ich mich für die Bedeutung: Ich will lieber unabhängig als frei sein.

Wirklich hinterfragt habe ich es damals nicht. Was nicht groß verwunderlich ist, weil ich mich damals in keiner Weise hinterfragt habe. Ich wusste nicht mal, dass man das überhaupt kann.

Okay ich drifte ab.

Unabhängig zu sein bedeutet für mich, dass ich selbstbestimmt bin. Mich nicht zwischen A oder B entscheiden zu müssen. Genau das ist nämlich das, worunter ich Freiheit verstehe. Ein Rahmen, innerhalb dessen ich mich frei entscheiden kann. Doch ich will diesen Rahmen nicht. Selbst wenn das heißt des Öfteren mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Oder Kompromisse kacke zu finden.

Unabhängig davon sein, wie andere mich finden. Egal was sie denken, einfach mein Ding weiter zu machen. Mich emotional nicht von ihnen abhängig zu machen. Manipulationen bewusst zu erkennen & nicht aus Trotz dagegen zu entscheiden, sondern selbstbestimmt entscheiden, ob ich das gerade brauche oder nicht.

Mich nicht von Mobbing, Ausgrenzungen nieder machen zu lassen, sondern von solchen Leuten Abstand zu nehmen. Auch wenn es heißt alleine zu sein. Auch das drumherum. Das so zu gestalten, wie ich es möchte. Dort zu leben wo ich will. Mich so einzurichten wie ich will. Meine Planung (oder sollten wir eher Nicht-Planung sagen) so zu machen, wie ich will. Ganz gleich ob irgendjemand sagt, dass das Gift für die Produktivität wäre.

Komplett unabhängig geht nicht. Das ist mir klar. Jeder ist von Essen, Zuhause, sozialen Kontakte & anderem abhängig. Allerdings finde ich, dass es Menschen gibt, die sich in diesem Rahmen frei bewegen & gleichzeitig mehr als nötig von diesen Punkten abhängig sind. Es sind wirklich nur kleine Nuancen, die in meinen Augen diesen Unterschied machen. Doch die machen eben diesen Unterschied.

Um das nochmal zu verdeutlichen, ein Beispiel für Geld. Es reden viele von der finanziellen Freiheit. So viel Geld zu haben wie man braucht ohne wirklich viel dafür machen zu müssen. Man hat also Geld & Einkommen in dem Rahmen, in dem es angenehm ist. Wäre man finanziell unabhängig, bräuchte man überhaupt kein Geld, weil man alles selbst anbauen & herstellen würde. Also wirklich alles. Ohne Betteln oder spenden oder sonst was.

Ich denke, mit diesem Beispiel ist es klarer. Wenn nicht kannst du mir gerne einen Kommentar da lassen, dann diskutieren wir nochmal darüber.

Dein unabhängiges Ich

Kommen wir dazu, wieso ich mich für „dein unabhängiges Ich“ entschieden habe. Ich finde, das schafft nochmal mehr den Fokus darauf, dass man selbst in seinem Inneren unabhängig wird. Je mehr man die Abhängigkeiten außen loslässt, desto leerer wird es um uns herum. Man trennt sich von vielen Menschen. Von Umständen, die man nicht gut findet. Plötzlich ist da viel Zeit für sich selbst. Und das muss dabei auch mitkommen & stärker werden. Sich selbst vertrauen. Wertschätzen. Annehmen. Ernst nehmen. Lieben. Sich selbst bewusst werden. Bedürfnisse erkennen. Alleine sein können & es genießen. Krisen auch mal alleine durchstehen, aber dennoch wissen, wann es Zeit ist sich Anregungen und Unterstützung von Außen zu holen.

Denn ja, auch ich bin gern alleine. Finde alles am liebsten selbst heraus. Dennoch habe ich einen Mentor an der Hand & Sparringpartner, mit denen ich mich austausche & von denen ich lerne.

Unabhängig sein heißt, genau zu wissen & bewusst zu entscheiden „Mache ich das allein auf eigene Faust? Oder lass ich mich unterstützen, damit ich es schneller erreiche & andere Blickwinkel bekomme? Oder auch nur, damit ich mir den Kopf an der Wand nicht ganz kaputt schlage.“

Meine Geschichte zur Unabhängigkeit

Ich habe ja oben schon mal geschrieben: Vor Jahren habe ich mir „Liberty“ auf den Fuß tätowieren lassen. Wenn ich zurückdenke, ist das Thema Unabhängigkeit schon immer ein Bestandteil meines Lebens. Die ersten 14 Jahre, weil sie überhaupt nicht da war. Gut, bei vielen ist unabhängig sein bis 18 oder älter nicht Standard. Ich trau mich allerdings sagen, dass die meisten dennoch mehr hatten als ich.

Ich hatte so gut wie immer Hausarrest. Also Freunde treffen war so gut wie unmöglich. Genau genommen, war es auch kein Hausarrest, sondern viel eher Zimmerarrest. Außerhalb der Schule, Hausaufgaben, Essen & Körperpflege verbrachte ich meine Dasein in meinem Zimmer. Das auch nicht mein eigenes war, sondern ich mit meinem Halbbruder teilen musste. Nicht einmal konnte ich mit entscheiden, auf welche Schule ich gehe nach der Grundschule.

Wo viele von ihren Eltern dazu gedrängt wurden aufs Gymnasium zu gehen, wollte ich das unbedingt. Ich landete auf der Hauptschule. Immerhin konnte ich 2 Jahre später zum M-Zug wechseln, um wenigstens einen mittlere Reife Abschluss zu machen.

Mit 14,5 wendete sich das ins genaue Gegenteil. Da durfte ich mich kaum zu Hause blicken lassen & verbrachte 16 Stunden draußen. Die 8 Stunden zuhause verbrachte ich wie gewohnt in meinem Zimmer, was diesmal eher einer Rumpelkammer glich – aber zumindest meine eigene Rumpelkammer war. (Ja, das klingt echt Harry Potter mäßig, war aber meine Realität.) Mit knapp 15 kam ich ins Heim. Da schon etwas mehr Freiheiten, doch richtig selbstbestimmt war das auch nicht. Zu der Zeit fing ich an mich von anderen Menschen abhängig zu machen, meine Wünsche, Interessen & Bedürfnisse hinten anzustellen, um dazuzugehören.

Ich machte viele Dinge, die gegen meine Natur waren. Unabhängigkeit weiter nicht vorhanden. Dann während der Ausbildung konnte ich zumindest in der Freizeit machen, was ich wollte. Allerdings war die in einer Kleinstadt irgendwo im nirgendwo & ich machte mich weiterhin von anderen abhängig. Das ging dann solange bis ich mit 21 das erste Mal was machte, was mich der Unabhängigkeit schon mal näher brachte: Meine erste Alleinereise.

Da merkte ich, wie sehr ich dieses Gefühl liebe & wertschätze das zu tun, was ich gerade will. 2 weitere Jahre hat‘s gedauert bis ich das ausgebaut habe, Freundschaften gekappt & dahin gezogen bin, wo ich schon immer hinziehen wollte & angefangen habe das zu machen, was mich wirklich erfüllt. Dieses Gefühl kann ich schlecht beschreiben. Wie das Abmachen von Eisenfesseln. Raus aus dem Gefängnis.

Unabhängigkeit ist für mich das wahre Leben. Weil ich es so leben kann, wie ich will.

Wie ich nach so langer Zeit zu meinem Slogan gefunden habe

Jetzt im Nachhinein denke ich mir das, was du dir wahrscheinlich auch denkst. „Man Natalie, das war doch so klar. Das lag doch auf der Hand.“ Wie war das: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht?

1 Jahr hat’s schließlich gedauert. Anfangs, also bis vor etwa 3 Monaten, habe ich mir das Hirn zermattert. Doch irgendwie passte nichts. Wahrscheinlich weil ich anfangs nur eine sehr grobe Vorstellung von dem hatte, was ich machen will & nicht wirklich auf dem Schirm hatte, wer ich bin & was ich zu bieten habe. Das wurde mir die letzten Monate immer klarer. Da dachte ich „Okay, dann wird das schon von alleine kommen. Kommt´s ja bei vielen anderen auch.“

Pustekuchen.

Nichts kam.

Zwar ab & an eine kleine Idee, aber nichts wo ich gesagt hätte, das würde ansatzweise passen. Letzte Woche beschäftigte ich mich dann nochmal intensiver damit, was meine Botschaften sind. Auch da kam nichts. Gestern (ich schreibe den Artikel gerade Samstag) schrieb ich es mir nochmal konkreter auf. Welche 2 Hauptthemen habe ich? Welche Unterthemen dazu habe ich? Und dann war es da.

Dein unabhängiges Ich.

Dazu begleite ich dich.

»Wenn du nicht mehr willst, dass du dich von anderen einschränken lassen willst.«

»Wenn du mehr dein Ding machen willst. Vielleicht dabei einen Sturkopf hast oder keinen Bock auf Kompromisse.«

»Wenn du Dich selbst entwickeln & mehr zu dir stehen willst.«

⇒Dann bist du genau die- oder derjenige, den ich begleiten möchte.

Lass uns gleich damit loslegen!

Jetzt kennst du den Weg, den ich bis hierhin gegangen bin, um meine Hauptthemen & endlich auch meine Hauptmessage zu finden.

Was mich noch brennend interessieren würde:

Was denkst du zur Freiheit? Was hast du im Kopf, wenn du Unabhängigkeit hörst? Schreib mir das gerne in die Kommentare, oder auch wenn du andere Gedanken dazu hast.

Ich freue mich, von dir zu lesen!

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