Die Zeit heilt alle Wunden

Bestimmt hast du auch schon einmal den Satz „Das vergeht schon wieder bis du heiratest“ gehört. Oder auch einen ähnlichen Satz, wenn du nicht aus Bayern kommst. Gemeint ist jedenfalls, dass die Zeit alle Wunden heilt.

Doch ist das wirklich so?

Vergeht der Schmerz einfach so?

In diesem Artikel wirst du die Antwort darauf erfahren.

Zeit heilt alle Wunden – tatsächlich?

Psychische Wunden werden sehr oft mit den physischen gleichgesetzt.

Deswegen existiert der Irrglaube, alles würde von alleine heilen.

Aus meiner Erfahrung als Krankenschwester kann ich eins sagen:

Selbst Hautwunden heilen nicht von alleine zu. Es gibt sogar Verletzungen die heilen niemals.

Kleine Kratzer heilen oft ohne großes Zutun. Doch selbst dabei gibt es Faktoren, die die Wundheilung verzögern oder gar ganz verhindern.

Bei großen Defekten muss dann schon oft nachgeholfen werden.

Wenn es also nicht mal unser körpereigenes Reparaturzentrum schafft, Verletzungen mit der Zeit alleine zu heilen, wie sollen dann Wunden der Psyche aus dem Nichts heraus verheilen?

Schmerzen der Seele

Was Verletzungen des Körpers sind, das wissen die meisten. Ein kleiner Kratzer, eine Schnittwunde, ein Bruch, eine Ruptur oder eine Quetschwunde.

Doch was sind Verletzungen der Seele? Wieso sind sie nicht so anerkannt wie ein tiefer Schnitt im Finger?

Was jeden Einzelnen verletzt ist sehr unterschiedlich.

Klar, gewisse Situationen oder Handlungen von anderen Menschen verletzen jeden. Doch das meiste ist sehr individuell.

Dazu kommt, dass keiner deine Seelenwunden sehen kann.

Dewegen werden sie nicht akzeptiert & kleingeredet.

Das führt noch dazu, dass du sie selbst gar nicht mehr so ernst nimmst & in die hinterste Gehirnwindung abschiebst.

Wenn du das machst, wirst du von deinem Umfeld noch darin bestärkt: Denn Zeit heilt alle Wunden.

Klar, bei kleinen Verletzungen der Seele & deiner Psyche mag das stimmen.

Doch wenn du wirklich tief verletzt bist, macht es dieses Warten bis es vorbei geht noch schlimmer.

Liebeskummer als Beispiel

Nehmen wir das Beispiel Liebeskummer. Da kann wahrscheinlich jeder ein Lied davon singen. Es dient als super Beispiel dafür, dass der Schmerz nicht von alleine weggeht, wenn man nur lange genug wartet.

Szenario

Die Beziehung ist zu Ende. Du fühlst dich schlecht, weinst, denkst, die Welt würde untergehen.

Das dauert meistens ein paar Wochen.

In der Zeit lenkst du dich viel ab, sodass du nicht groß an deine Exfreundin/deinen Exfreund denken musst.

Irgendwann beginnst du wieder neue Frauen/Männer zu daten. Solange bis du in einer neuen Beziehung bist.

Bis es so weit ist, hattest du den ein oder anderen Rückfall, bei dem du deinen Expartner hinterher trauerst.

Du denkst dir „so einen tollen Menschen werd ich niemals wieder kennenlernen.“

Doch du machst weiter, suchst immer weiter nach neuen potenziellen Partnern. Du lernst neue Menschen kennen, die du toll findest. Und schon bald trauerst du nicht mehr, sondern freust dich, auf alles Neue was kommt.

Du hast den Liebeskummer überwunden.

Doch nicht durch die Zeit & dem Nichts machen, sondern weil du aktiv nach neuen Partnern Ausschau gehalten hast.

Du hast die eine Überzeugung (Ich werde nie wieder einen so tollen Menschen wie sie/ihn finden) mit vielen positiven Beispielen überschreiben können, dass sie soweit abgeschwächt wurde & schlussendlich unwirksam gemacht wurde.

Gegenteiliges Beispiel

Wenn du nach der Trennung nicht wieder auf Dates gehst, neue Menschen kennenlernst, sondern dich immer wieder selbst bemitleidest, diese eine Person verloren zu haben, wirst du nie über deine frühere Beziehung hinwegkommen.

Weil du sie nicht mit anderen positiven Glaubenssätzen überschreibst.

Das wird auch nach 5 Jahren nicht besser sein.

Wenn du nicht aktiv die alten Glaubenssätze schwächst, die aus dem Schmerz entstanden sind, dann heilt die Zeit gar nichts.

Die Zeit unterstützt lediglich deine Bemühungen, den Schmerz zu beseitigen.

Wie geht der Schmerz weg?

Das Geheimnis wie man Seelenschmerz lindert, ist: gezielt dafür arbeiten.

Von alleine geht das nicht, so schade das auch ist.

Jede Verletzung stärkt gewisse Glaubenssätze in dir.

Diese musst du kontinuierlich abschwächen.

Du musst Beweise finden, dass das was du denkst, nicht wahr ist.

So wird der Schmerz nach & nach weniger. Die Wunde heilt immer mehr. Je größer die Wunde war, desto länger dauert das Ganze natürlich.

Am Anfang stehen jedoch noch viel wichtigere Punkte:
Du musst es akzeptieren & zulassen.

Ja, du wurdest verletzt.
Ja, es tut weh.
Ja, du verkriechst dich.
Ja, du weinst.
Ja, du bist gerade schwacher als sonst.

Hei, das ist völlig okei. Mach dich deswegen nicht noch mehr runter. Es ist in Ordnung, wie es gerade ist.

Wenn dich deine Gefühle überkommen, du viel weinst, dann ist es eben gerade so. Lass es zu. Fühl die Gefühle intensiv, dann kannst du sie auch wieder gehen lassen.

Lass alles raus.

Danach wischst du dir die Tränen weg & fängst an dafür zu arbeiten.

3. Punkte der Heilung

Die Heilung besteht aus 3 Punkten.

Der Akzeptanz der Situation

Dem Zulassen der Gefühle

Der aktiven Überschreibung der Erfahrung.

Zeit ist dabei kein Kernpunkt, sondern lediglich ein Faktor.

Wenn du dich besser fühlen willst, dann verlass dich nicht darauf, dass was von alleine weggeht.

Nimm es in die Hand, tu selbst was dafür, dass deine Schmerzen heilen können.

Zeit heilt keine Wunden.

Wenn du beim Heilungsprozess Hilfe benötigst, dann melde ich gerne hier (klick) bei mir. Ich helfe dir gerne dabei dich besser zu fühlen.

Wie gehst du mit Schmerzen & Verletzungen der Seele um? Schreib es mir in die Kommentare.

Das Leben liebt dich
Deine Natalie

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